Presse-Info: Werkstoffdaten von Metallen berechnen statt prüfen
JMatPro V6 mit zusätzlichen Funktionen und CAE-Schnittstellen
Kamen, im Januar 2011.
Seit November 2010 steht die Version 6.0 der praxiserprobten Werkstoffsimulationssoftware JMatPro zur Verfügung. Sie stellt dem Entwickler temperaturabhängige Eigenschaften für eine Vielzahl von Legierungssystemen zur Verfügung. Die neue Version beinhaltet zahlreiche Erweiterungen, z.B. die Berechnung von Fließkurven in Abhängigkeit von Temperatur und Dehnrate. Außerdem wurden die CAE- Schnittstellen z.B. zu Deform, Simufact, Forge und ähnlichen Tools weiter ausgebaut.
Zwar können Konstrukteure heute jederzeit auf optimale Geometriedaten aus CAE- und FEM-Programmen zugreifen, exakte Werkstoffdaten fehlen ihnen dagegen häufig. „Diese sind jedoch eine wichtige Grundlage für die Optimierung von Produkten und Prozessen. Aber wegen des großen Aufwandes einer klassischen Prüfung liegen sie insbesondere bei Neuprodukten oft nur unzureichend vor. Diese Datenlücken schließt JMatPro (Java-based Materials Properties). Mit einer Kombination aus solider und anwendungsfreundlicher Thermodynamik (CalPhad) und der Berechnung von Werkstoffeigenschaften ist es weltweit absolut einzigartig“, erläutert Dr. Uwe Diekmann, Geschäftsführer der Metatech GmbH in Kamen. Metatech ist exklusiver Vertriebs- und Implementierungspartner für das System in Deutschland, Österreich, Schweiz.
JMatPro berechnet für technische Legierungssysteme, z.B. Stähle, Nickel-, Aluminium-, Titan- Legierungen die Phasengleichgewichte und thermophysikalische Daten, wie etwa Wärmekapazitäten und thermische Ausdehnungen. Darüber hinaus können Festigkeit und Fließkurven in Abhängigkeit von der Temperatur sowie Phasenumwandlungen, z.B. Zeit-Temperatur-Umwandlungsschaubilder (ZTU), ermittelt werden. Für Stähle sind in der Version 6 Zeit-Temperatur-Austenitisierungs-Schaubilder (ZTA) dazugekommen.
Die Software besitzt eine intuitive graphische Benutzeroberfläche und ist damit ohne langwierige Schulung unmittelbar produktiv einsetzbar. Aus all diesen Gründen wird JMatPro schon seit langen Jahren sowohl in der Werkstoffentwicklung, z.B. in der Stahlindustrie, als auch in der Produkt- und Prozessentwicklung, z.B. in der Automobilbranche erfolgreich eingesetzt.
„Wir arbeiten bereits seit Dezember mit der neuen Version 6 von JMatPro und sind insbesondere mit den erweiterten Möglichkeiten für die Berechnung von Stahl-Eigenschaften in Abhängigkeit des Prozessweges sehr zufrieden“ bestätigt Dr. Tim Rekersdrees, Mitarbeiter der Werkstoffentwicklung im Stahlwerk Georgsmarienhütte. „Für uns als Premium-Hersteller von Edelbaustählen für die Massivumformung bringt der Einsatz von Werkzeugen wie JMatPro eine erhebliche Verkürzung der Entwicklungszyklen, so dass wir damit unseren Kunden weitere Wettbewerbsvorteile bieten können.“
